Camino Portugies 2012

0Camino PortogiesLiebe Freunde, 

die Vorbereitungen sind voll Gange, 

bald ist wieder so weit, am 02.06.2012 werde ich mich auf meinen 3’ten Pilgerweg und dieses Mal auf den „Camino Portugues“ begeben. Wie auf der nebenstehenden Karte sichtbar, wird der Start meines Pilgerweges in Lissabon sein. Geplant ist ein Flug mit Ryanair von Memmingen nach Faro (Portugal/Algarve). Von Faro aus werde ich mit dem Zug oder Bus nach Lissabon reisen, dort noch einige Tage verweilen und mir die wunderschöne Stadt anschauen. Dann gehts auf dem Camino (ca 650 km )Richtung Porto und Santiago de Compostela. Was mich erwartet, ich weiss es nicht, freue mich aber schon wieder wie ein kleines Kind auf das Ungewisse, die vielen schönen neuen Eindrücke, die Landschaft, die Dörfer, Städte und Menschen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich auch dieses Mal wieder auf meinem Weg begleiten würdet. Wenn es klappt, werde ich täglich meine Erlebnisse, Eindrücke und Bilder auf den Blog übermitteln.

Euer Peregrino

Fraemsi

Memmingen-Faro-Lissabon

Immer schwierig, der Einstieg in einen neuen Blog. Verlief die Anfahrt nach Memmingen und der Flug mit Ryanair vollkommen reibungslos, so stellten sich bei der Ankunft in Faro schon die ersten Probleme ein.
Portugal hat Greenwich-Time, also eine Stunde frueher wie wir. Am Flughafen Faro wollte ich den Bus in die Stadt, leider 1 h Wartezeit. Ausserdem hatte ich angenommen, dass das gebuchte Hostel in Faro, auch in Faro ist. Weit gefehlt, ein Ort Namens Olheo, da musste ich hin und ohne Taxi ging da garnichts. Ich war dann erst so gegen 23 Uhr da. Der Hostelinhaber (Australier), ihm habe 
ich gleich die Geschichte vom Urgrossvater (Leon Erckmann), den Inhaber des Lennons-Hotels in Brisbane Queensland war, erzaehlt. Das hat Ihn restlos begeistert. Naja am naechsten Tag ein kleiner Ausflug mit dem Ferryboot auf die vorgelagerte Insel.

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Leider viel zu lange Wartezeit bis zur Rueckfahrt. Wochendendhaeuser anschauen ist halt aetzend und stink langweilig. Und weil es so schei ….. war und so lange warten musste gab es dann abends 2 Bier extra.

Faro

Faro

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 Am 4`ten morgens schon frueh raus und auf den Zug nach Faro. Alles klappte gut, nur der Anschlusszug nach Lissabon in Faro kam einfach nicht. Also warten von 10 Uhr bis 14 Uhr. Hat auch etwas fuer sich, man lernt die Altstadt kennen und rennt mehr oder weniger immer im Kreis. Das Problem setzte sich aber leider fort. Auf dem Bahnsteig fragte ich einen Schaffner in engl., ob denn das nun wirklich der Zug nach Lissabon sei, worauf dieser meinte, warum ich nicht portugiesisch spreche, ich sei schliesslich in Portugal. Rund 3 Stunden Fahrt nach Lissabon, die Architektur des Bhf. ist gigantisch.

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Zuerst in einen Vodafonshop, Simkarte kaufen und ein Hostel organisieren. Habe dann auf gut Glueck noch eines gefunden Oasis-Backbackers. Wenn ich mich so umschaue, ich duerfte so ziemlich der Metusalem sein. Egal, mia samas mia und Hauptsache gut schlafen. Hier einige Eindruecke aus Lissabon, noch ohne Bildbeschreibung


Viele Gruesse in die Heimat

Peregrino Franziscum

Bilder

06.06.12 1`te Etappe Lissabon – Vila Franca de Xira Km 40

 Das erste Mal seitdem ich in Portugal bin regnet es leicht. Die meisten Buergersteige in Lissabon sind mit einem Art Kalkstein gepflaster, der bei Regen richtig rutschig und gefaehrlich wird. Konnte auf abfallenden Gelaende gerade noch einen Sturz vermeiden. Ja, Lissabon hat mir sehr gut gefallen, habe auch viel gesehen, aber laengst nicht alles. Die Bilder auf dem  Blog geben einen kleine Auswahl der Sehenswuerdigkeiten wieder. Ich gehe in Richtung Kathedrale, dort beginnt meine erste Etappe und der markierte Weg durch die Alfama, dem aeltesten Stadtteil von Lissabon. Sehr enge Gassen und verwinkelt, etwas aermlich, sehr religioes, viele Altare fuer eine beforstehende Prozessionen waren aufgebaut. Als ich eine aeltere Frau nach dem Weg fragte, bekreuzigte Sie sich erst als stuende der Allmaechtige vor ihr. Keine Ahnung, was das bedeuten sollte und so abgehungert sah ich auch noch nicht aus.
Es ging dann weiter durch nicht so schoene Industrie-Vororte, bis ich dann in den Park der Nationen kam. Das ganze Gelaende hier wurde zur Weltausstellung 1998 umgestaltet und grosszuegig angelegt. Erwaehnen moechte ich den neuen Bhf. Vaso da Cama, die laengste Bruecke Europas (17 km), und den wunderschoene Park der Nationen am Fluss Tejo. Ab der Stadt Sacavem laufe ich dann durch ein langzogenes, gruenes Tal, viel Natur, aber ueber mir Dauerbeschallung duch Passagiermaschinen im Landeanflug auf den Flughafen Lissabon. Ich verstehe die Leute, die gegen den Fluglaerm protestieren. Das ist wirklich unertraeglich. 
Pilger habe ich die ganzen Tage und auch heute nicht gesehen, bin ich hier der Einzigste? Wie in meinem Guide beschrieben laufe ich eine Adresse (Pension) an. Die Leute sagen mir, die aufgeschriebene Addresse ist 10 km von hier. Ich beschliesse weiterzulaufen und komme dann wirklich fix und alle so gegen 20 Uhr in Vila Franca de Xira an. Ich schaetze, das waren sicherlich 40 km. Waschen, ein wenig Essen und nur noch schlafen.

07.06.12 2`te Etappe Vila Franca de Xira – Azumbuja

Die Pension in der ich abgestiegen war, war alles andere nur keine Luxusherberge. Egal, ich habe gut geschlafen und kann den Tag relativ ausgeruht beginnen. Ich hatte erwaehnt, dass ich mich noch im Grossraum Lissabon befinde. Dem entsprechend entlang des Weges viel Industrie, riesige Logistigunternehmen. Teilweise laufe ich entlang der Bahnlinie, rechts von mir fruchtbares Agrarland riesige Reis-und Tomatenfelder. Den Tejo (Fluss)sieht man in der Ebene so gut wie nie, da er zu weit weg und tiefer liegt.
Der Weg fuehrt mich wieder entlang der N3, eine stark befahrene Nationalstrasse. Trotz Feiertag (Fronleichnam)viele LKW`s. Es ist brennend heiss, ich versuche einen schattigen Wegverlauf zu suchen, das ist aber kaum moeglich.
So gegen 15 Uhr komme ich in Azumbuja an und suche ein Herberge. Ich muss ein Hotel direkt an der N3 nehmen. Das Hotel ist schoen und ist sicher auch seinen Preis (30 € Fruestuck) wert. Von den Albergos in Spanien bin ich natuerlich noch andere Preise (5 – 10 €) gewohnt. 
Na ja, das ist halt so.
Bilder des Tages

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08.06.12 3’te Etappe Azambuja – Santarem 30 km

Bilder des Tages
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09.06.22 4’te Etappe Santarem – Golegâ 30 km

 Kaufe noch etwas ein und mache mich dann auf den Weg. Da Santarem auf einer Anhöhe liegt, hat man beim Abstieg in die Tiefebene einen wunderbaren Blick zum Tejo. Ich laufe nun stundenlang durch ein Weinbaugebiet, welches dann in eine riesige Ackerbaufläche ( Mais, Paprika, Tomaten, Brockolie) übergeht. Auch diese Etappe ist wieder endlos lang und zermürbend. Die Sonne gnadenlos, ohne wirklichen Schutz. Hauptsache man hat immer genügend Wasser dabei. Kurz vor meinem Zielort, an einer Bar stoße ich zum erstem Mal auf Pilger. 2 ältere Damen aus Kanada. Bei Ankuft in Golagâ, zuerst zum Tourismusbüro, leider schon zu. Auf der Placa frage ich junge Leute, ob sie eine Pension zum günstigen Preis wissen. Die sind wirklich sehr freundlich und hängen sich rein etwas zu finden. Sie nennen mir einige private Unterkünfte, es haut einem um,  € 50 – 60, das Hotel aus meinem Guide € 150 .Keine Chance, schließlich Frage ich bei der Feuerwehr nach einem Schlafplatz. Das geht, ein riesiger Saal, in der Ecke 3 Matratzen. ich lege eine davon auf die Bühne und packe meinen Schlafsack drauf. Keine Decke kein garnichts. Ich gehe mit den freundlich Portugiesen Fußball schauen. Ich versuche das permanente Problem mit den Quartieren zu vergessen.

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10.06.12 5’te Etappe von Golega nach Encerramento Km 12

Hatte im Feuerwehrhaus sehr schlecht geschlafen und mir dauernd überlegt, wie ich meinen Weg fortsetzen werde. Mir war klar, daß mir diese Art von Pilgern nicht gefällt. Ich beschloß meinen Weg hier im Süden erst mal abzubrechen, mit dem Zug nach Porto zu fahren und den Weg dort fortzusetzen. Ich lief in die nächste Stadt mit Zug-Anschluss (Encerramento)ca 12 km. Leider streikten die Bahnbediensteten, ich mußte ein Hotel nehmen und auf den nächste Tag warten.

11.06.12 Unterbrechung meines Pilgerweges

11/12.06.12 Unterbrechung meines Pilgerwegesund Fahrt mit dem Zug nach Porto. Die Zugfahrt nach Porto dauerte nur 2 h, sehr komfortabel, sehr preiswert (ca € 20). Einmal umsteigen, gegen Mittag kam ich in Porto an. Schon der Bhf. Estacao de S. Bento überrascht mit seiner schönen alten Architektur. In der Eingangshalle befinden sich außergewöhnlich schöne Kachelbilder. Viele Geschichten, die das Leben und die Geschichte Portugals darstellen. Ich gehe zuerst einmal in ein Straßencafe und bestelle einen Kaffee. Der Ober bringt mir einen Kaffee, einen Portwein und ein Maffin. Probieren kann man es ja, ich mache ihm klar, daß ich das so nicht bestellt habe. Suche dann eine Touristinfo, eine Karte von Porto und Infos über Hostels brauche ich unbedingt. Ein wahrer Glücksgriff, die Dame im Infostand schreibt mir eine Adresse auf, das „dixo’s oponto Hostel“ mitten in der „Altstadt“ sauber und günstig (€ 20 mit Frühstück, IT, Fernsehen etc. Wen es interessiert, hier die IT-adresse.http://dixosoportohostel.com Der Chef ist jung und ein cooler Typ.
Ein toller Tag, viel von Porto gesehen, das Wetter durchwachsen, aber immer T-Shirt Wetter.

13.06.12 6’te Etappe. Porto – Vila do Conde 28 Km

Um mir den endlosen Weg durch die Stadt bei starken Berufsverkehr zu ersparen, habe ich, wie auch in meinem Guide beschrieben, die Metro genommen. In einem Vorort steige ich aus und laufe Richtung Atlantic. Eine breit angelegte Promenade, vl Jogger, Spaziergänger etc. . Später mündet die Promenade in einen endlosen Holzsteg, auf dem es sich recht gut laufen läßt. Wiederum kein einziger Pilger weit und breit. Es gesellt sich ein Portugiese (Vitor) zu mir, er erzählte mir, daß er den Caminho auch schon gelaufen sei. Motivation sei ein Tiefpunkt in seinem Leben und der Bruch einer Beziehung gewesen. Es habe ihm auf jeden Fall sehr geholfen. Die Stadt Vila do Conde hat auch etwas an hystorischer an Architektur und Geschichte zu bieten. Der Convent St. Klara (Orden) und aus der Zeit der Römer, das Aquädukt mit 999 Bögen, Ein schöner Tag, was will man mehr. 

14.06.12 8’te Etappe Vila do Conce – Pedra Furada 21 Km

Der Morgen begann mit einer Schrecksekunde. Beim Packen des Rucksacks und aller Taschen im Hotel, stellte ich das Fehlen meiner Bankcard fest. Blanckes Entsetzen und Nervosität, malte mir schon aus, welche Schwierigkeiten sich im Fall des Verlustes einstellen werden. Gott sei Dank, der Notfall trat nicht ein. Ich hatte die Card nur anderswo eingesteckt. Also raus auf den Weg. Gegen Mittag, was ein Wunder, ich stieß auf ein älteres Pilgerpaar aus Italien. Am frühen Nachmittag traf ich in Petra Furada ein. Ich wollte nur schnell etwas trinken und dann weiter. Dachte mir, den Wirt kennst du doch, ja aus meinem Guide. Antonio so hieß er, ich fragte nach einer Kleinigkeit zu essen. Eine Gemüsesuppe hatte er, hm… war die lecker, fast so gut wie Zuhause bei Mia. Antonio erzählte, daß er bei der Revolution 1976 (damals wurde einer der letzten Diktatoren ( Sala Sar), in die Wueste geschickt) dabei war. Den Menschen in Portugal sei es seinerzeit so schlecht gegangen, daß sie weder Kleider, Schuhe oder Nahrungsmittel kaufen konnten. Heute ist die Armut teilweise wieder zurück. es gibt sehr viele Arbeitslose, z. T. auch gut ausgebildete Akademiker gehoeren dazu. Zurück zu Antonio, er hat ein gutgehendes Feinschmeckerlokal (Michelin), ist ein absoluter Jazzfreak und unterstützt die Pilgerbewegung. Ich schlafe heute Nacht ( € 10 ) hier. Nachdem ich gegessen hatte, bot er mir als Dessert seine absolute Spezialität einen Pudding an. Das Rezept habe er als Überlieferung von Mönchen bekommen. Besonderheit, es werden auch kleine Mengen Schweinefleisch dazu verarbeitet. Ich habe es probiert, altes Rezept, Mönche hin oder her, mein Lieblingsgericht wird das sicher nicht. 

15.06.12 8’te Etappe Petra Furada – Barcelos – Portela 22 Km

 Abschied von Antonio, der Weg nach Barcelos zunächst immer der Strasse entlang, starker Verkehr, sehr gefährlich. Ich besichtigt die Kathetrale und auch noch die Ausgrabungsstätte nebenan. Der Caminho geht mitten durch die Stadt. Aufbauten für das Stadtfest voll im Gange. Das Wahrzeichen der Stadt, „der Hahn“. Um diesen Hahn gibt es auch eine Geschicht bzw. eine Sage und zwar aus dem finsteren Mittelalter. Es soll sich folgendes zugetragen haben! Ein Pilger war auf dem Weg nach Santiago de Compostela und machte in der kleinen Stadt Barcelos halt. Da zu dieser Zeit gerade ein Diebstahl von Silber bekannt wurde und man niemand anderen fand, wurde der arme Pilger verhaftet und zum Tode am Galgen verurteilt. Der Pilger beteuerte immer wieder seine Unschuld und verlangte, den Richter zu sprechen, der ihn verurteilt hatte. Der saß gerade mit seiner Familie und Freunden bei einem Festmahl und wollte einen gebratenen Hahn verspeisen. Der Pilger beteuerte, als er vor dem Richter stand, nochmals seine Unschuld. Dieser ließ sich jedoch nicht erweichen und blieb bei seinem Urteil, Tod durch den Galgen. Als der Pilger von schwer bewaffneten Wächtern zum Galgen geführt wurde, rief der Pilger voller Verzweiflung aus: „Wenn ich die Wahrheit gesagt habe, wird der gebratene Hahn, der vor Euch auf dem Teller liegt, in dem Moment anfangen zu krähen, in dem mir die Schlinge um den Hals gelegt wird“! Natürlich glaubte weder der Richter, noch die anwesenden Gäste an die Worte des Pilgers. Aber just in dem Moment als der Scharfrichter die Schlinge um den Hals des Pilgers legte, sprang der gebratene Hahn vor den Augen des Richters auf und begann lauthals zu krähen. Der erschrockene Richter eilt daraufhin zum nahegelegenen Richtplatz und sah, wie durch ein Wunder, sich die Schlinge am Hals des Pilgers gelockert hatte. Der Richter sah sein falsches Urteil ein und begnadigte den Pilger. Dieser setzte dann seinen Pilgerweg nach Santiago de Compostela fort. Viele Jahre später kehrte der Pilger nochmals nach Barcelos zurück und errichtete an der Stelle des Galgens einen Gedenkstein zu Ehren der Jungfrau Maria und des Heiligen Jakobus. Seitdem gilt der port. Hahn als Glückssympol in Portugal. 
Wieder ländliche Gegend, Weinbau, Gemüse ect, der Weg steigt ständig an. Es beginnt zu regnen, jetzt hilft nur noch Poncho. wolkenbruchartig, alles ist triefnass. Habe noch die Hoffnung, dass es bald aufhört. Leider nicht, im Gegenteil es wird immer schlimmer. Sehe ein Schild, in 3 km Albergo. Das schaffe ich noch, hoffe dass es bald wieder besser wird. Bin der Erste in der Herberge (Portela) es folgen immer mehr Pilger. Das Bild hat sich geänderten, plötzlich viele Pilger auf dem Weg. Freundliche Pilger aus Deutschland laden mich zum Essen ein. Man erzählt und diskutiert über Erlebnisse und Erfahrungen auf dem Caminho. Draußen regnet es immer noch unaufhörlich. Mal schauen was der morgige Tag bringt. Die Nacht scheint wüst zu werde, Hilfe ein Schnarcher neben mir.
Bilder vom Weg

 

16.06.12 Portela – Ponte de Lima – Rubiâes 20 Km

Regen, Regen, Regen, ein Schnarcher neben mir, am Morgen wie gerädert. was tun sprach Zeus? Ein Gruppe Pilger zog trotz Regen los, Greenhörner . Habe so meine Erfahrung, die Nässe zieht in alle Ritzen, bis die Kleidung wieder trocken ist dauert. ich warte noch bis ca 9 Uhr. Gehe mit einem Pilger( Joe aus der CH ) in das nahegelegene Restaurant einen Kaffee trinken. Und nun kommt wieder mein unglaubliches Verhandlunggeschick ins Spiel. Es steht nur ein Mann an der Bar, die Kommunikation ist äußerst schwierig. Eigentlich wollten wir ein Taxi bestellen. Über den IPhone Translator mache ich dem Mann klar, daß ich bei diesem Regen nach Ponte de Lima muß. Er bot sich an zu fahren und der schweizer Freund kam auch noch mit. Dieser Mann, der uns fuhr, wollte wohl eine gute Tat tun und auch kein Geld nehmen. Habe ihm trotzdem etwas in die Tasche geschoben trotz heftiger Gegenwehr. Natürlich war ich beeindruckt und habe mich gefragt, würdest du ( ich ) das auch machen. Ein klares ja. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung machte ich mich weiter auf den Weg in Richtung Rubiâes. Der Regen hatte aufgehört, das Wetter war wieder ganz angenehm. Jetzt war es aber vorbei mit lustig. Nachdem sich der Weg durch ein abwechslungsreiche schöne Landschaft schlängelte, kam jetzt der Aufstieg zum Alto da Ortela Grande. der hatte es wirklich in sich. Unterwegs eine Gruppe port. Biker, die mussten ihre Bikes. teils schieben, teils tragen. Wir machten ein Photo und schworen uns ewige Freundschaft. So gegen 16 Uhr kamen wir, dh. Coe und ich in der Herbergen Rubiâes an. Schnell waschen und dann die trockne Kehle mit Serveso kühlen. In der Herberge, ca 20 Pilger, für Joe ( Wahnsinnsschnarcher) hatte ich eine Einzelzell organisiert. Ich gebe zu, ich handelte dabei nicht ganz selbstlos. 

Bilder vom Weg

17.06.12 10 ‚te Etappe Rubiâes – Valenza – Tui 22 Km

Breche schon rel. früh auf, ab 6 Uhr wird es im Schlafsaal der Albergo unruhig. An Schlafen ist dann sowieso nicht mehr zu denken. Treffe dann zunächst auf Tiago. Tiago ( Portugiese), vl 27 – 28 Jahr alt, lange Haare, gut aussehend, aber irgendwie ein nicht auf dem Boden der Wirklichkeit (bei uns sagt man „neben der Kappe“). Antonio, der das Feinschmeckerlokal hat, hatte mir diesen Mann schon beschrieben. Auf dem Fahrrad möchte er die Welt umrunden. Also professionell sah das wirklich nicht aus. Ok, man muss Träume haben. Später laufe ich auf Claudia auf. Also Claudia war aus Reichenhall und bei der Bundeswehr. Sie war auch schon einige viele Jakobswege gelaufen. Eine Riesen-Kondition hat sie sicher. Sie erzählt mir aus Ihrem Alttag zB. Auslandeinsätze, Muli etc. . Irgendwann habe ich sie aus den Augen verloren. Ich überquere die Brücke über den Fluss Minho von  Valenza (Portugal) nach Tui (Spanien). Gleichzeitig gilt jetzt wieder Europa-Zeit, das heisst 1 Stunde später. In Tui fängt es wieder zu regnen an. Ich erreiche die neben der Kathedrale liegende Albergo, bevor es richtig los geht. Wolkenbruchartig und es kommen immer noch Pilger herein. Die Albergo, sehr spartanisch. Schaue mir am Abend noch die Stadt an, Fussball steht auch noch auf dem Programm. Um 22 Uhr macht die Albergo dicht. Eine Pilgerin hat mir versprochen, wenn es später wird, die Türe zu öffnen.
Bilder vom Weg

18.06.12 12’te Etappe Tui – Rodondela 31 Km

Früher Start, zum Glück braucht man nicht viel einkaufen, da es auf dem Weg immer wieder Möglichkeiten gibt, eine Kleinigkeit zu Essen oder Wasser zu kaufen. In den tiefergelegenen Wegabschnitten ist der Weg noch sehr weich und Teilstücke überschwemmt. In den letzten Tagen hat es sehr viele Niederschläge gegeben. Ich komme zu einer Pilgergruppe aus Polen. Eine Frau und drei Männer. Ich habe die Gruppe schon mehrmals in den Albergos beobachtet. Die sind ausgesprochen spirituel unterwegs. Einer von denen ist Priester. Nach der Ankunft in der Albergo wird erst mal eine Messe improvisiert, zelebriert. Warum nicht, nette Leute. Ich laufe durch ein endloses Industriegebiet. Hatte mir schon überlegt, mit dem Bus da durchzufahren. War aber viel zu umständlich. Nach ein paar kleinen Stopps treffe ich gegen 16 Uhr in der Albergo Rondondela ein. Die Albergo ist ziemlich voll, aber für so einen schmalen Hecht reiche es immer. Eine schöne Etappe geht zu Ende. In 4 Tagen könnte ich Santiago erreichen. Schauma mal. 

Bilder vom Weg

19.06.12 13’te Etappe Redondela – Pontevedra 20 km

Start in Redondela gegen 7 Uhr. Hatte am Abend noch eine Kneipe besucht, das Fussballspiel Spanien – Kroatien. Die Spanier wollten wirklich feiern, aber das Spiel war so grottenschlecht. Das Spiel der vergebenen Chancen. Schlussendlich gewinnt Spanien mit 1 : 0. Naja, der Weg, da gab es nichts besonderes. Weinbau, landschaftlich ganz nett, ein kleiner Anstieg und dann in Richtung Albergo am Rande der Stadt Pontevedra . Ab und zu ein Pilger/Pilgerin am Wegesrand, Blasen behandeln. Wenn man helfen kann, dann tut man das. Da ich schon vor 12 Uhr da war, wartete ich in einer längeren Schlange auf Einlass. Pontevedra eine grössere Stadt, es gibt einiges zu sehen, z. B. die Kathedrale und viel hystorische Bauten, die Altstadt, die Brücke Ponte Sampaio und natürlich viele schöne Gschäfterl. Abends noch ein Pilgermenue und dann Schlafen. Ein schöner Tag. 

 

20.06.12 14′ te Etappe. Pontevedra – Caldas de Reis 22 Km

Eine Horrornacht, ein Hardcore-Schnarcher hatte sich in die Albergo eingeschlichen und wickelte das voll Schnarchprogramm ab. Es halfen keine Stöpsel und kein garnichts. Man sollte diese Burschen verkehrt herum an die Wand nageln. Also wieder mal vollkommen gerädert auf den Weg. ich lief ein grosses Stück dieser Etappe mit Aston (22), ein Amerikaner aus dem Staate New York . Natürlich sprach er auch spanisch und portugisisch. Es ist einer der jungen Leute, die multi-culti unterwegs sind, studieren und wieder weiterziehen. Ich bewundere das, da das, im Gegensatz zu früher, problemlos funktioniert. Man muss nur offen sein und es wollen. Zurück zum Weg, die Wegstrecke des Caminho ziemlich flach durch ein Weinbaugebiet, immer wieder kleinere Orte wie Alba oder San Amaro. Häufig die Möglichkeit eine kleine Rast einzulegen. Noch vor 12 Uhr treffe ich in Caldas de Reis ein. Wieder zu früh, die Albergo geht um 13 Uhr auf. Warten, dann Bett beziehen, waschen und die Stadt anschauen.  Caldas de Reis hat heisse Quellen. Mitten in der Stadt ein Tretbecken, da kann man das ausprobieren. Das Wasser kommt mit ca 38/39 Grad aus der Quelle. Damit es auch nicht zustaubig wird, fängt es zu regnen an. Also warmes Wasser von unten und eine Dusche von Oben. Das perfekte SPA-Programm.    
            

21.06.12 15’te Etappe Caldas de Reis – Perdon – Tea Km 31

Endlich mal wieder gut geschlafen. Am Abend hatte zufällig Joe auf der Strasse getroffen. Da wir beide ziemlich Kohldampf hatten, beschlossen wir ein Pilgermeue zu Essen. Das Menue (galiezische Küche) und das war so richtig gut. Z. B. eine Art Kohlsuppe, dann ein guter Fisch mit Pommes und zum Dessert ein Eis. Wie gesagt, für einen Pilger heißt es meist früh raus, der Weg ruft. das Einpacken des Rucksacks findet in der Regel im dunkel statt. Da heißt es aufpassen, daß nichts liegen bleibt. Ich mache mich auf den Weg, der mich durch das grüne Tal am Rio Bermańa führt. Der Wald den ich hier durchquere, wird auch der verwunschene Wald genannt. Ja, ein bisschen unheimlich ist es da schon. Sehr viel Bäche und Flußläufe queren den Weg. Zeit zum ersten Frühstück, Café con Leche, Tostbrot, dann weiter in das Tal des Rio Ulla. Die Landschaft ist sehr schön, immer wieder alte Kirchen und Wegkreuze. So gegen 11 Uhr treffe ich in Padron ein. Zuerst zur Albergo und den Rucksack abstellen. die Albergo ist noch zu ( öffnet erst um 13 Uhr). Nach einer Stadtbesichtigung z. B. die Kirche Igreja de Santiago. Hier soll Mytologie nach, der Steinpfosten sein, an den das Schiff befestigt wurde, das den Leichnahm des Apostels Jakobus( er wurde in Palästina von König Herodes hingerichtet), an die span. Küste brachte, befinden. Ausserdem ist die Stadt noch bekannt durch die „Pimientos de Patron ( gegrillte Paprikaschoten) . Die Pimientos sind entweder sehr scharf oder auch mild, je nach Geschmack. Auch diese Geschichten hielten mich nicht davon ab weiter zu ziehen. ich wollte unbedingt nach Tea, um die restliche Etappe ( 13 km am nächsten Tag nach Santiago) dann rel. entspannt angehen zu können. Ich lief also noch die ca 12 km nach Tea, in die dortige Herberge. Dort traf ich dann noch auf Karl, einen superschlauen Besserwissi aus Schweden. Fortsetzung folgt. 

Bilder vom Weg

22.06.12 16’te Etappe Tea – Santiago de Compostela (Schlußetappe) 13 Km

Ja, mit dem Karl ( Lehrer 63), am Vorabend sind wir noch ein Bier trinken gegangen. Den Heimweg hat er dann vorgegeben, mit dem Erfolg, dass wir in einem Nachbartal landeten. Alles wieder zurück auf los, bin dann meinen Weg gegangen und kam sicher in der Herberge an. Am Abschlusstag, ich wollte früh in Santiago sein, um vor dem grossen Ansturm im Pilgerbüro zu sein. So gegen 6 Uhr verlasse ich die Herberge, es dämmert gerade und war sehr kalt . Und wer wartete im Hof schon auf mich, ohne dass wir etwas ausgemacht hätten. Richtig, Karl scharrte schon mit den Hufen, er konnte es kaum erwarten loszulaufen. Auf dem Weg meinte er dann, ich würde nicht richtig laufen. Ich müsse mehr über Ferse und Ballen laufen, das Bein mehr strecken und die Arme kräftig schwingen. Auf meine Frage, was das den bringen soll, meinte er, ja, man könne so höhere Geschwindigkeiten laufen. Frage mich, geht es hier um Hochleistungssport und Geschwindigkeit oder einfach nur ums Gehen und Geniessen des Pilgerweges. OK, ich bleibe beim normalen Gehen und Geniessen. Ich laufe, durch Vororte Santiagos, Karl habe ich, indem ich mich kurz in die Büsche schlug, abgeschüttelt. Treffe dann gegen 10 Uhr dort an der Stelle ein, an der die meisten europäischen Pilgerwege enden. Santiago de Compostela Praza de Obradoiro. Obwohl ich nun schon das 3’te Mal hier eintreffe, kann ich mich einiger Tränen nicht erwehren. Ich gehe zuerst zum Pilgerbüro, um mir die Credenciale de Peregrino abzuholen. Diese Credencial, eine Art Nachweis, den Pilgerweg auch gegangen zu sein. Anschliessend geht es in die Kathedrale, wo um 12 Uhr die Pilgermesse stattfindet. Hier werden die Pilger aus aller Welt begrüsst, dann die Messe mit der Möglichkeit der Teilnahme am Abendmahl. Auch wiederum sehr ergreifend, obwohl ich vor Müdigkeit fast von der Bank geflogen wäre. Ich gehe dann wieder hinaus auf die Praza de Obradoiro, Fotos mit alle möglichen Pilgern, die einem auf dem Weg begegnet sind. Gratulation und alles Gute für die Heimreise. Das Restprogramm kann man nun ganz entspannt angehen. Ein Bett suchen, Kaffee trinken, etwas essen und einfach nur alles geniessen. 

Bilder vom Weg
2P1030078Kurz nach der Ankunft vor der Kathedrale in Santiago de Compostela

23.06. – 24.06. 2 Tage zum Ausruhen und Zeit Santiago de Compostela nochmals anzuschauen

Hatte in einer kleinen, sauberen Pension (Zentrum) ein Zimmer gemietet und wollte mir in aller Ruhe nochmals die Stadt anschauen, Souvenirs kaufen (Gschäfterl anschauen) und den Rückflug nach Deutschland/Memmingen regeln. Das mit dem Rückflug stand natürlich, wegen der Planung der nächsten Tage, im Vordergrund. Also gleich in einen Internetladen und gecheckt, wann es einen geeigneten Rückflug gibt. Da ich nicht wieder in Barcelona umsteigen bzw. wieder 2 Tage warten wollte, habe ich als Abflugort Porto gewählt. Bin auch rel. schnell fündig geworden, ich hatte einen Rückflug nach Memmingen am 28.06. 17 Uhr 20 mit Ryanair € 62 . Bordingcard ausdrucken und die Sache war geritzt. 

Also, die nächsten Tage recht entspannt, immer wieder durch die Straßen der Altstadt geschlendert. Man traf oft Weggefährten vom Caminho Portugies und außerdem beobachtete ich auch den nicht enden wollenden Strom, der immer wieder neu eintreffenden Pilger an der Kathedrale. Ich frage mich immer wieder, wie ist dieses Phänomen Pilgerwege nach Santiago de Compostela möglich. Tausende von Pilgern aus vielen Ländern der Erde machen sich mit unterschiedlicher Motivation jedes Jahr auf den Weg. Nehmen Entbehrungen, Strapatzen bis zur Erschöpfung, Schmerzen, Krankheiten, Ängste,schlechte Ernährung, unzumutbare Unterkünfte ect. in Kauf. Woher kommt diese Faszination „Pilgern“? Aus mehrfacher eigener Erfahrung weis ich, was es bedeutet, dort in Santiago de Compostela anzukommen. Wie soll man es Beschreiben, es ist eine Befreiung, es ist so als würde einem eine zentnerschwere Last abgenommen, Du hast Dir einen Traum erfüllt. Was soll ich sagen, es ist ein unglaubliches Glücksgefühl, es ist Magic, man sagt einfach „Ich bin angekommen“. Dieser Satz bewegt denjenigen der es gemacht hat zutiefst. Man wird diesen Moment/diese Momente in seinem Leben nie vergessen.

Am 24.06. morgens hatte ich mich spontan entschieden, mit dem Bus nach Porto zu fahren. Ich wußte, daß um 7°° Uhr vom Busbahnhof Santiago ein Bus in Richtung Porto abfuhr. Also eilte ich zum Busbahnhof und an den Ticketschalter. Pech gehabt, der Bus war schon ausgebucht und da Sonntag war, auch keine Chance mehr, weg zu kommen. Not macht erfinderisch dachte ich mir, was liegt noch auf der Strecke Richtung Porto. Vielleicht Vigo, ja Vigo (liegt südlich und direkt am Atlantik )da will ich hin. Da gab es einen Bus um 9°° Uhr, den habe ich dann genommen und war 2 Stunden später in Vigo. Der erste Weg war dann gleich zur Tourist-Information wegen der Weiterfahrt nach Porto. Da gab es dann tatsächlich am Abend um 19 °° Uhr einen Bus nach Porto. Hier sei auch erwähnt, daß das Reisen mit Bus oder Bahn in Spanien und Portugal ausgesprochen billig ist. Ich hatte nun noch genügend Zeit, mir die Stadt Vigo (Altstadt) anzuschauen. Eine sehr schöne Stadt (ca 300 000 Einwohner), eine wunderschöne Promenade und Hafenanlage ect.
Habe einige Bilder gemacht.

Am Spätnachmittag machte ich mich auf den Weg zum Busbahnhof. Vom Centrum aus sind das sicher 3 km, aber wenn man so weit und so lange wie ich gelaufen ist, alles kein Problem. Frühzeitig holte ich mir das Ticket für den Bus nach Porto, ebenso wichtig war auch das rechtzeitige Anstehen am Bus. Wer keinen Platz hat bleibt zurück. Die Fahrt 2 1/2 Stunden bis ins Centrum von Porto, es war zwischenzeitlich schon 21 Uhr 30. Bett hatte ich noch keines, wollte nochmals ins Dixo’s Oporto Hostel gehen, da war ich ja schon einmal und der Inhaber „Petro“ ist ja mein Freund. Kein Problem, wenig später war ich da und hatte auch ein Bett. Ein langer schöner Tag ging zu Ende, ich war wirklich total müde und hatte nur noch einen Wunsch, schlafen, schlafen, schlafen. 

Einige schöne Tage in Porto standen mir bevor.

25.06. – 28.06.2012 Porto, eine Stadt, in die man sich verlieben kann

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Man sollte sich schon etwas Zeit nehmen, um diese wunderschöne Stadt näher kennenzulernen. Ich habe an einer Touristenführung mit einem Guide teilgenommen und so die Möglichkeit gehabt, etwas mehr über die Geschichte der Stadt, Architektur, Sehenswürdigkeiten, sowie das Leben der Menschen kennenzulernen.Die Hafenstadt Porto liegt an der Mündung des Flusses Douro in den Atlantik. Die Lage auf den Hügeln entlang der Steilufer des Douro und die imposanten Brücken prägen das Bild Portos. Die Stadt Porto zählt ca. 320.000 Einwohnern. Zu den Top Sehenswürdigkeiten zählt die terrassenartig anlegte Altstadt Ribeira (UNESCO-Weltkulturerbe) mit ihren Barockkirchen. Hoch auf einem Felsen liegt hier die wehrhafte Kathedrale Sé, einem Altar aus reinem Silber und einem stimmvollen gothischen Kreuzgang. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Börse, der Turm ‚Torre dos Clérigos‘ (76 m), der Platz im Zentrum ‚Praça da Liberdade‘ sowie das Museum für Moderne Kunst: Museu de Arte Contemporânea da Fundação Serralves. Viele Cafés und Restaurants liegen am schönen ehemaligen Flusshafen ‚Cais da Ribeira‘. Portos ehrwürdiger Ruf rührt von seiner wichtigen Rolle als Handelsstadt und dem Portwein. Die Weinkellereien befinden sich im Viertel Vila Nova de Gaia, welches der Altstadt gegenüber auf dem anderen Ufer liegt. Unbedingt sollte man eine 1’stündige Bootsfahrt auf dem Douro buchen. Die Sicht auf die beiden beiden Stadtteile vom Douro aus ist beeindruckend. Ein besonderes Erlebnis ist auch ein Bummel durch die engen Gassen der Altstadt. Kleine Geschäfte mit einem unglaubliche Warenangebot, manche wie bei uns vor 30-40 Jahren.
Erwähnen möchte ich auch noch die hist. Buchhandlung Lello (schönste Buchhandlung der Welt), das Cafe Majestic, den Estacao de S. Bento (Bahnhof), mit den außergewöhnlichen Kachelbildern, die das Leben Portugals darstellen uvm. Etwas besonderes habe ich auch noch endeckt, die Graffitis „Birds“ (Bild) an vielen Hauswänden in der Stadt, durchnummeriert von 1 – 1000. Was es damit auf sich hat, muß ich erst noch herausfinden. Vielleicht kennt ein Blogbesucher die Hintergründe? Bitte Kommentar schreiben. Danke
P1030152Die Graffiti-Birds von Porto, Nr. 619/620/621

Bilder von Porto

Die Tage in Porto, die Zeit ist wie im Flug vergangen. Am 28.06.2012 ging es mit der Metro zum Flughafen Porto OPO, der Rückflug 17 Uhr 20, Abflug mit Ryanair nach Memmingen.

Mein Pilgerweg über den „Caminho Portugies“ ist zu Ende. Wunderschöne Landschaften, Städte und Orte, durch die mich der Weg führte, ich werde sie in bester Erinnerung behalten. Gerne werde ich mich auch an die vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen erinnern, deren Land und Kultur ich kennen lernen durfte. 

Bedanken möchte ich mich bei allen, die meine Idee, diesen Weg zu gehen, unterstützt haben. Vielen Dank auch an die vielen Bekannten und Freunde, die mein Blog verfolgt haben und mir „Buon Caminho“ gewünscht haben.

„Wege entstehen beim Gehen“
Euer Peregrino

Fraemsi

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